Begriffe

ASA

ASA ist die Abkürzung für „Beizug von Arbeitsärzten und anderen Spezialisten der Arbeitssicherheit“. Der Begriff fasst die wichtigsten Anforderungen auf dem Gebiet der Arbeitssicherheit und des Gesundheitsschutzes zu einem Sicherheitssystem zusammen. Dieses System ist ein praktisches Instrument bei der Verbesserung der innerbetrieblichen Sicherheit und Gesundheit.

Arbeitgeber müssen ASA beiziehen, wenn im Betrieb besondere Gefährdungen auftreten und das erforderliche Fachwissen zur Gewährleistung der Arbeitssicherheit und des Gesundheitsschutzes fehlt. Die besonderen Gefährdungen sind in Anhang 1 der EKAS Richtlinie 6508 festgehalten. Dazu gehören die Kategorien „besondere Arbeitsplatzverhältnisse“, „Brand- und Explosionsgefährdungen“, „chemische und biologisch Einwirkungen“ und „physikalische Einwirkungen“. Von diesen besonderen Gefährdungen betroffen sind in der Regel Betriebe mit einem Nettoprämiensatz der Berufsunfallversicherung von 0.5 Prozent und mehr der Lohnsumme.
Über das erforderliche Fachwissen verfügt ein Betrieb, wenn er ASA selbst beschäftigt bzw. beauftragt und/oder sich einer von der EKAS genehmigten überbetrieblichen Lösung anschliesst und diese umsetzt und/oder von ASA entwickelte Unterlagen (z.B. Checklisten) umsetzt (vgl. Anhang 4 EKAS Richtlinie 6508).

Mit BATISEC wird den Branchen der Gebäudetechnik eine Branchenlösung angeboten. Mit dem Handbuch „Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz“ kann der Betrieb die Gefahren systematisch erfassen, nach Risikostufen bewerten und anschliessend die zur Beseitigung oder Reduktion dieser Gefahren notwendigen Massnahmen selbständig treffen. Ein Beizug der ASA ist so nur noch in Fällen nötig, in denen es spezielle Risiken gibt.

 

EKAS

Die Abkürzung EKAS steht für die Eidgenössische Koordinationskommission für Arbeitssicherheit. Sie ist die zentrale Informations- und Koordinationsstelle für Sicherheit und Gesundheitsschutz. Die EKAS koordiniert Präventionsmassnahmen sowie Aufgabenbereiche im Vollzug und sorgt für eine einheitliche Anwendung der geltenden Vorschriften. Eine ihrer Aufgaben ist es, Richtlinien zur Verhütung von Berufsunfällen und Berufskrankheiten zu erlassen. Für die Beratung und die Überwachung der einzelnen Betriebe sind die sogenannten Durchführungsorgane zuständig. Dazu zählen die Kantone, die SUVA, das Staatssekretariat für Wirtschaft (SECO) und Fachorganisationen.

 

EKAS Richtlinie 6508

Arbeitgeber müssen die in ihrem Betrieb auftretenden Gefährdungen für die Sicherheit und die Gesundheit ih-rer Mitarbeitenden ermitteln und erforderliche Schutzmassnahmen treffen (vgl. Art. 3-10 VUV und Art. 3-9 ArGV3). Wenn es für die Sicherheit und zum Schutz der Gesundheit erforderlich ist, müssen Arbeitgeber Spe-zialisten der Arbeitssicherheit beiziehen (vgl. Art. 11a VUV, Art. 7 Abs. 3 ArGV 3). Die EKAS Richtlinie 6508 (auch bekannt unter dem Namen „Richtlinie über den Beizug von Arbeitsärzten und anderen Spezialisten der Arbeitssicherheit (ASA-Richtlinie)“) konkretisiert diese Pflicht.